Freitag, 28. Mai 2010
Heimathaus in Davensberg nicht finanzierbar
Die Liberalen schätzen die Arbeit des Heimatverein Davensberg. Sie trägt zum Erhalt des kulturellen Erbes und des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. Unser Bürgermeister Dr. Risthaus hat Bürger und Politiker auf einen strikten Sparkurs für die kommenden Jahre eingeschworen. Der Bau des Heimathauses soll von der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 150.000 EUR erhalten.
In Zeiten der desaströsen Haushaltslage kann diese Entscheidung von der FDP leider nicht mitgetragen werden. Die Gemeinde Ascheberg hat mit einem Defizit von über 2 Mio. EUR für das laufende Jahr zu kämpfen. An dieser mißlichen Situation wird sich auch zukünftig wenig ändern, wenn nicht umfangreiche Sparmaßnahmen umgesetzt werden. "Wir können den Menschen nicht vermitteln, dass Ascheberg im nächsten Jahr in die Haushaltssicherung geht, die Abwassergebühren und die Grundsteuern um 20 % erhöht werden und alle freiwilligen Leistungen gekürzt werden, und wir parallel 150.000 EUR für ein Heimathaus ausgeben", so der Fraktionsvorsitzende Jochen Wismann. "Irgendwann ist es an der Zeit mit dem Sparen anzufangen, wenn nicht jetzt wann dann?", fragt sich der Ortsvorsitzende Peter Leyers. Das Heimathaus ist zwischen Burgturm und Emmerbach geplant. Es soll eine Grundfläche von ca. 8,25 x 21,5 m bekommen. Das wäre mit Abstand die größte kulturelle Einrichtung in unserer Gemeinde. "Die Beseitigung von vorhandenen Bauruinen wie z.B. das Haus Bultmann neben der Kirche in Ascheberg hätte sicherlich eine höhere Dringlichkeit", meinte der Architekt Thomas Frigge aus Herbern. Die Liberalen sprechen sich nicht grundsätzlich gegen ein neues Heimathaus in Davensberg aus, würden jedoch das Projekt zunächst zurückstellen wollen, bis die Haushaltslage derartige Vorhaben wieder erlaubt. Das Heimathaus würde die Attraktivität des Ortes Davensberg ohne Zweifel steigern.








